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Gewalt in der Welt, Gewalt in uns! --> Der YogaMeister Nr.: #004 March 21, 2003 |
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| Hallo Glück finden wir nur im Einklang mit den ursprünglichen Gesetzen der Schöpfung. Aber seit langer, langer Zeit sind diese Gesetze in Vergessenheit geraten. Komm mit! Der YogaMeister führt dich in die Inneren Räume der Wirklichkeit. Dort offenbart er dir die zeitlosen Prinzipien des Lebens. Dort findest du alles Glück der Welt... Wenn dir Der YogaMeister gefällt: Bitte erweise einem Freund und zugleich auch uns einen großen Gefallen, indem du ihm diesen Newsletter sendest. Solltest du diesen Newsletter von einem Freund bekommen haben und er gefällt dir, dann abonniere ihn bitte unter... http://www.yogabuch.com/yoga-meister.html
21. März 2003 - Nr.: #004 INHALTSVERZEICHNIS 1) Vegetarismus und Ethik: "Du sollst nicht töten"... 2) Sterben, lebenslang... 3) Milchtrinken = Ausbeutung?
Also, liebe Leserin und lieber Leser, wie im letzten YogaMeister versprochen, dreht sich in dieser Ausgabe unseres Newsletters alles um den Vegetarismus. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum Menschen sich einer vegetarischen Ernährung zuwenden:
Auf unseren neu erstellten Webseiten unter www.yogabuch.com/vegetarismus.html findest du aktuelle Informationen zu all diesen Bereichen. Dort erfährst du, warum eine vegetarische Ernährung defininitiv KEINE Mangelerscheinungen verursacht, dort kannst du dich über die Umweltbedrohung informieren, die die Massentierhaltung nach sich zieht, und es werden gewichtige Argumente angeführt, warum Vegetarismus die gesündere Lebensweise darstellt. Auch der ethische Aspekt einer vegetarischen Lebensweise findet Beachtung. Gezielte Information zu Ethik und Vegetarismus gibt es für dich unter... Aber weil dieser Punkt so wichtig ist, wollen wir hier in dieser Ausgabe des YogaMeister nochmals gesondert darauf eingehen. Yoga und Ethik sind untrennbar, ist es doch das Ziel des Yoga, eine Harmonie der Liebe unter allen Lebewesen herzustellen. Tatsächlich ist der ethische Aspekt des Vegetarismus so grundlegend, dass sich alle anderen eingangs erwähnten Aspekte davon ableiten lassen. Wie soll das funktionieren? Gott sagt in der Bhagavad-gita, dass alle Lebewesen Seine ewigen Teilchen sind. Er ist der Freund all dieser Seiner Teilchen. Er bevorzugt keines und Er benachteiligt keines. Alle sind Ihm gleich lieb. Das ist die Realität Gottes. Wir streben nach Brüderlichkeit und Gleichheit, weil dieses Ideal als axiomatische, archaische Wahrheit untrennbar in uns als Teilchen der göttlichen Einheit verwurzelt ist. Respekt und Liebe sind demnach die wesentlichsten Qualitäten der gesamten Wirklichkeit. Sich gegen dieses fundamentale Grundprinzip allen Lebens zu stellen, bedeutet daher nichts anderes, als das Leben selbst zu missachten. Wenn wir aber gegen die Prinzipien des Lebens handeln, dann sind klarerweise Umweltzerstörung, Krankheit und Ausbeutung die natürlichen Folgen. Deshalb kann nur eine vegetarische Ernährungsweise, die auf starken ethischen Überzeugungen beruht, dem Anspruch des menschlichen Lebens wirklich gerecht werden. Ohne diese Grundlage kann es geschehen, dass Vegetarismus zur oberflächlichen Wellness-Mode, zu utilitaristischem Umweltschutz oder zum alternativ-wirtschaftlichen Klischee degeneriert, wo wieder nur der Mensch mit seinen egoistischen Interessen im Mittelpunkt steht: "Ich hau dir keine ins Gesicht, weil ich befürchte, mir die Faust zu verletzen." Es steht aber außer Zweifel, dass jede vegetarische Ernährung, auf welchen Motivationen sie auch immer beruhen mag, ungleich verantwortlicher ist, als einfach Fleisch zu essen nach dem Motto "Hinter mir die Sintflut". Was aber tatsächlich im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen sollte, ist das Empfinden des anderen Wesens. Sein Glück muss im Mittelpunkt stehen. Und wer so handelt, stellt Gott in den Mittelpunkt seiner Existenz, da die Höchste Person diesen Respekt, diese Achtung und Liebe Seiner Kinder untereinander wünscht. Jesus hat das so ausgedrückt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Das ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten." (Mt 22, 34-40) Die Tiere sind ebenfalls unsere Nächsten. Wer dies nicht verstehen kann, hat sein menschliches Potential weitgehend zerstört. Liebe und Respekt sind die Vollkommenheit allen Wissens...Kürzlich saß ich mit einer Freundin und deren Freundin, die Vegetariern ist, in einem Lokal. Als das Gespräch auf die Gründe für diese Ernährungsweise kam, gab ich zu verstehen, dass für mich der ethische Grund (Du sollst nicht töten!) der ausschlaggebende sei. Darauf die Freundin der Freundin: "Nein, das interessiert mich nicht. Ich mache das aus rein gesundheitlichen Gründen." Diese Aussage erschien mir extrem kalt und herzlos. Ich dachte spontan an die Kinder im Irak, an ihre Angst, ihre Verwirrung über den drohenden Krieg und an das Unvermögen des modernen Menschen, tiefes Mitleid zu empfinden. Ich denke nicht, dass sich diese Person in dem Augenblick wirklich bewusst war, was sie da sagte. So viele Menschen geben leichtfertig Worte von sich, ohne nur im Geringsten zu ahnen, wieviel Leid sie damit anderen Lebewesen verursachen. Diese Frau hat diese Aussage nicht aus Bosheit von sich gegeben, sondern aus Ignoranz. Aber letztendlich schützt uns diese Ignoranz nicht vor den Folgen unseres Bewusstseins und der daraus entstehenden Handlungen. Niemand hat uns gezwungen, ignorant zu sein. Es ist UNSERE Entscheidung. "Ich lebe aus gesundheitlichen Gründen vegetarisch. Ethische Aspekte interessieren mich nicht." Diese Haltung ist überaus selbstzentriert und sie zerstört ein grundsätzliches Lebensprinzip, ohne dem es weder Glück noch Frieden geben kann: Respekt vor dem anderen Wesen. Wir können Leben nicht schaffen, deshalb dürfen wir es nicht zerstören. Das liegt eindeutig außerhalb unseres Kompetenzbereiches. Das Bewusstsein der Tiere mag nicht so entwickelt sein wie das des Menschen (obwohl man angesichts solcher Aussagen wie der obigen manchmal daran zweifeln möchte), aber jeder, der jemals engeren Kontakt zu einem Tier, einem Hund, einer Katze, einer Kuh, Ziege oder sonst was gehabt hat, der weiß, dass Tiere Freud und Leid empfinden, genauso wie ihre menschlichen Brüder und Schwestern. Kein zivilisierter Mensch kann es dulden, wenn wehrlose Wesen gefoltert und missbraucht werden. Aber doch ist das Tag für Tag der Fall, und das alles bloß für die flüchtige Befriedigung der Zunge.
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Hallo! Eure Seite ist wirklich toll und sehr interessant. Ich wollte aber mal etwas zum von euch angesprochenen Thema Vegetarismus sagen. Wäre es nicht konsequent, völlig auf tierische Produkte und Zusätze zu verzichten, wenn man die von euch beschriebene Geisteshaltung 100%-ig verwirklichen will? Das würde bedeuten, dass man statt Vegetarier eine vegane Lebenseinstellung führen müsste. Sonst wäre das ganze doch in gewissem Sinne Selbstverleugnung, denn solange man in welcher Form und Mengen auch immer tierische Zusätze (z.B. Gelatine, Butter, Honig etc.) zu sich nimmt, widerspricht man doch dem Prinzip der Ausbeutung anderer fühlender Wesen. Über eine Antwort würde ich mich freuen. Viele Grüße! Toni |
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Lieber Toni! Erstmals vielen Dank für deine interessante Frage. Für mich gibt es keine größere Zufriedenheit, als wenn ich sehe, dass Menschen wie du sich Gedanken über die tatsächlich relevanten Themen des Lebens machen. Du schreibst unter anderem: "Wäre es nicht konsequent, völlig auf tierische Produkte und Zusätze zu verzichten, wenn man die von euch beschriebene Geisteshaltung 100%-tig verwirklichen will. Das würde bedeuten, dass man statt Vegetarier eine vegane Lebenseinstellung führen müsste." In einem Sinn hast du völlig recht, wenn man die gegenwärtige Behandlung der Tiere in Betracht zieht. Kühe werden z.B. zu bloßen Milchlieferanten degradiert und wenn sie keine Milch mehr geben können, im Schlachthaus getötet. So ist in der heutigen Zeit die Milchwirtschaft ein mit der Fleischindustrie untrennbar verwobener Bereich. Auf der anderen Seite wird in der offenbarten vedischen Literatur Milch als Geschenk einer der sieben Mütter des Menschen beschrieben. Jeder Mensch, so heißt es, habe sieben Mütter: die leibliche Mutter, die Amme, die Frauen der Priester (Brahmanas), die Frau des spirituellen Meisters, die Frau des Königs, die Königin also, die Kuh und schließlich Mutter Erde. In der vedischen Kultur wurden demnach Kühe auch wie Mütter mit Achtung und Respekt behandelt, so dass die Menschen reichlich und freiwillig mit nahrhafter Milch versorgt wurden. Für die Kuh, die so behandelt wird, ist es eine große Freude, auf diese Weise einer wahrlich menschlichen Gesellschaft Dienst leisten zu können. Ein weiterer Aspekt liegt darin, dass die Höchste Persönlichkeit Gottes sehr gerne Milch und Milchprodukte zu sich nimmt. In der Tat sind Kühe die Lieblingstiere Gottes. So wird es in der vedischen Literatur wie der Bhagavad-gita und dem Shrimad-Bhagavatam dargestellt. Es gibt in der spirituellen Welt Millionen von sogenannten Surabhi-Kühen, die in ihrer Liebe zu Gott unbegrenzte Mengen Milch geben. Krishna wiederum liebt seine Kühe mehr als sein Leben. Da diese materielle Welt eine Widerspiegelung der spirituellen Realität ist, sollte die Menschheit die Milch der Kuh mit großer Dankbarkeit annehmen und die Speisen, die daraus zubereitet werden, der Höchsten Person opfern. Das wird Prasadam genannt. Auf diese Weise werden die Speisen spiritualisiert und von göttlichen Eigenschaften durchdrungen. Die Kuh, der Koch und der Essende, alle profitieren gleichermaßen von diesem Austausch. Das bedeutet im Endeffekt, dass wir Krishna, Gott, Milch und Zubereitungen aus Milch opfern, weil er diese liebt. Wir essen dann diese geopferte Nahrung als Prasadam, als Barmherzigkeit Gottes. Das ist ein spirituelles Prinzip, dass materielle Überlegungen transzendiert. Dennoch sind deine Anmerkungen wohlberechtigt. Wann immer es möglich ist, verwenden wir daher Milch von Kühen, die möglichst gut behandelt werden. Unsere Familie wird von einem Biobauern beliefert, der unser Freund ist und der seine Kühe gut behandelt. Leider werden die Kühe ebenfalls geschlachtet, wenn sie alt sind und keine Milch mehr geben. Das ist, wie wenn man eine Mutter tötet, weil sie alt und "unbrauchbar" geworden ist. Das ist ein höllische Mentalität, die nie glückbringend sein kann. Wir sind deshalb sehr darauf erpicht, ideale Farmgemeinschaften auf der ganzen Welt zu gründen, die nach vedischem Vorbild die Kühe mit Respekt und Achtung behandeln und das Geschenk der Kuh, ihre wertvolle Milch, annehmen, um die daraus zubereiteten Speisen Gott darzubringen. Diese Kühe sterben eines natürlichen Todes und werden bis zu ihrem Verlassen des Körpers mit Achtung und Respekt behandelt. Milch von Kühen, die nicht zur industriellen Milchgewinnung missbraucht werden, ist ungleich wertvoller als das gängige Produkt, das uns heute überall als Milch verkauft wird. Alle Schwingungen der Angst, der Frustration, der Lieblosigkeit, ganz zu schweigen von all den chemischen Zusatzstoffen, die den Tieren verfüttert werden: all das verdirbt nachhaltig die Qualität der Milch, die deshalb - wenn sie dann auch noch homogenisiert und pasteurisiert wird - mit wirklicher Milch nichts mehr gemein hat und der Gesundheit mehr schadet als nützt. Man sollte also das transzendentale Prinzip nicht als Ausrede missbrauchen, nun ohne Unterscheidung alles zu essen, ob es Gewalt impliziert oder nicht, denn Gott wird Speisen, die mit einer solchen launenhaften Haltung geopfert werden, nicht annehmen. Er will auch, dass wir vom materiellen Standpunkt aus alles unternehmen, um Gewalt so gering wie möglich zu halten. Aber da Gewalt in dieser Welt ein charakterisierender Faktor ist, lässt sie sich hier niemals ganz vermeiden. Und genau dort kommt das transzendentale Prinzip ins Spiel, um das "Beste aus einem schlechten Geschäft zu machen." Wir vermeiden so weit als möglich alle Produkte, die Lab aus Kälbermägen, Gelatine oder andere tierische Schlachtprodukte beinhalten, und ich persönlich kaufe nur in seltensten Ausnahmefällen Milch oder Butter aus dem Supermarkt. Fazit: Auf der einen Seite sollten wir also alles tun, um Leid so weit wie möglich zu vermeiden, auf der anderen Seite sind manchmal Kompromisse unumgänglich, die aber nur in Übereinstimmung mit den höheren Aspekten des göttlichen Gesetzes und nicht willkürlich angenommen werden sollten. Ich hoffe, damit deine Frage zumindest in Ansätzen beantwortet zu haben. Ich stehe gerne für weitere Fragen und Anregungen zu deiner Verfügung. Alles Gute und nochmals vielen Dank! Friedrich |
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Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, den YogaMeister zu lesen. Das Leben ist ein Geheimnis, aber es ist ein offenes Geheimnis. Jeder darf eintreten, um das Wunder Leben in immer größerer Fülle zu verstehen und zu genießen. Aber nur wenige treten tatsächlich ein, weil sie es verlernt haben, anspruchsvoll zu sein.
Wer einen Diamanten kaufen will, muss zwischen einem Edelstein und geschliffenem Glas unterscheiden können. Wer mit Glas sein Auslangen findet, ist kein geeigneter Kanditat, einen Edelstein zu besitzen.
Viele Edelsteine wünscht dir, liebe Leserin und lieber Leser...
Dein YogaMeister
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