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Willkommen in der Wirklichkeit! --> Der YogaMeister Nr.: #001
December 10, 2002
Hallo

Glück findet man nur im Einklang mit den Gesetzen der Schöpfung. Aber seit langer, langer Zeit sind diese Gesetze in Vergessenheit geraten. Komm mit! Der YogaMeister führt dich in die Inneren Räume der Wirklichkeit. Dort offenbart er dir die zeitlosen Prinzipien des Lebens. Dort findest du alles Glück der Welt...

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10. Dezember 2002 - Nr.: #001

INHALTSVERZEICHNIS

1) Was hat Yoga mit Müttern zu tun?
2) Frau Mag. Dr. Mutter
3) Mütter und Frauen in der vedischen Literatur
4) Weihnachtsaktion


Was hat Yoga mit Müttern zu tun?

Yoga ist eine sehr praktische und lebensnahe Wissenschaft. Da der praktizierende Yogi lernt, Freude aus seinem ewigen Selbst und seiner Beziehung zur Höchsten Person zu ziehen, ist er in der Lage, Menschen und Dinge zunehmend nüchtern und objektiv zu beurteilen. Es liegt ihm nichts daran, sich über andere zu stellen, indem er deren Verdienste leugnet und die eigenen hervorstreicht. Er wird immun gegen Propaganda aller Art, die der Etablierung einer verzerrten Weltsicht zugunsten einer bestimmten Partei dient. Weil er frei von egoistischen Motiven ist, entwickelt er die Fähigkeit, die Welt und die sie bestimmenden Gesetze so zu sehen, wie sie tatsächlich sind.

Genug der Einleitung, kommen wir zu Thema...

Weihnachten wird auch das Fest der Familie genannt. Aber es nicht zu verleugnen, das die Familie als DIE Keimzelle der Gesellschaft vom Verfall bedroht ist. Die sozialen Konsequenzen dieser Entwicklung sind unabsehbar.

Der Niedergang des Familienlebens geht Hand in Hand mit dem Verfall des Respekts für die Rolle der Mutter. Frauen werden dazu gedrängt, sich in Beruf und Karriere zu verwirklichen. Die Rolle des Hausmütterchens am heimatlichen Herd scheint passé. Aber diese polarisierende Betrachtungsweise kann der Realität nicht gerecht werden.

Die Rolle der Mutter ist gesellschaftlich von überragender Bedeutung. Es wäre daher mehr im Sinne wirklicher weiblicher Emanzipation, den Frauen dieser Welt ihre Mutterrolle nicht als etwas Nebensächliches und Unwichtiges abspenstig zu machen, sondern endlich den entscheidenden Einfluss dieser Rolle zu würdigen.

Mutter zu sein vereint viele Berufe in einem, die in der Welt der Wirtschaft und Politik alle mit respektgebietenden Bezeichnungen versehen sind: Personalmanager, Studienrat, Diplompsychologe, Geschäftsführer usw.

Sind nun alle diese Berufe in der Berufung einer Mutter vereint, wird daraus ein schlichtes "Hausfrau", und in den Köpfen taucht das Bild einer Frau mit Lockenwicklern auf, die mit der Rechtschreibung ihre liebe Not hat, kaum bis drei zählen kann und Heftromane liest.

In Wirklichkeit aber ist die Mutter die einflussreichste Mitgestalterin der menschlichen Zukunft, und zwar jede Mutter, ob sie das nun weiß oder nicht. Auch die berühmtesten Frauen und Männer dieser Welt kommen ohne Mutter nicht aus. Auch George Bush hat eine Mutter. Der Einfluss der Mutter auf das psychische Profil ihrer Kinder ist gewaltig.

Der verkommene Zustand unsere Gesellschaft ist auch darauf zurückzuführen, dass die moderne Frau ihr Selbstbewusstsein als Mutter und Oberhaupt der inneren Familie verloren hat. Im Laufe Jahrhunderte währender Propaganda hat sie sich einreden lassen, ihre Rolle als Mutter und Familienmanagerin sei nicht viel wert. Wenn sie schon einen nützlichen und anerkennenswerten Beitrag für die Gesellschaft leisten wolle, müsse sie ihr Glück im öffentlichen Leben der Politik, Verwaltung, Wirtschaft oder Wissenschaft versuchen.

Anstatt auf die immense Bedeutung der Mutterrolle hinzuweisen, haben sich die verunsicherten Frauen in ein öffentliches Leben aufgemacht, dass von maskulinem Chauvinismus, kalter Intellektualität, Aggressivität, Gewalt und Egoismus geprägt ist. Und um in diesem Milieu überleben zu können, versuchen sie, sich die selben Eigenschaften anzueignen. Ob sie dabei glücklich werden, ist eine andere Frage. Und genau so wichtig: Ob sie dabei der Menschheit wirklich den bestmöglichen Dienst leisten, darf bezweifelt werden...

Das bittere Fazit: Immer mehr Jugendliche und Kinder fallen durch außergewöhnliche Aggression und andere schwere psychische Störungen auf, viele davon sind extrem beziehungsgestört oder -unfähig, weil ihnen die Liebe der Mutter fehlt. Dieser Umstand ist sträflich vernachlässigt worden, und obwohl viele hochintelligente Pädagogen, Psychologen und Soziologen darauf hinweisen, ist keine ernsthafte offizielle Bemühung erkennbar, diesem unheilvollen Zustand ein Ende zu schaffen.

Viele Frauen arbeiten in unterbezahlten Jobs, wo sie etwa am Fließband industrielle Fertignahrung für Herrn und Frau Anonym herstellen. So finden sie natürlich keine Zeit mehr, ihren Schutzbefohlenen Liebe in Form liebevoll zubereiteter Speisen einzuflößen und so die Familie - und damit die Gemeinde, die Nation und die gesamte Menschheit - zu einem wunderbaren Gedeihen und Blühen zu bringen.

Es ist auf keinen Fall etwas dagegen einzuwenden, wenn Frauen nach führenden Positionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik streben, um dort Verantwortung zu übernehmen. Aber keine Frau darf als nutzlos, unterprivilegiert oder erfolglos angesehen werden, nur weil sie sich dafür entschieden hat, "nur" Mutter und "Hausfrau" sein zu wollen. Eine solche Sichtweise würde völlig an der Realität vorbeigehen.

Eine Gesellschaft, die dies nicht zu würdigen weiß, schaufelt sich ihr eigenes Grab, weil sie es verabsäumt, den gewaltigen Einfluss der Mütter auf die Gestaltung und den Zustand der Gesellschaft anzuerkennen.

Die folgende kurze Geschichte, die ich in einem privaten Internetforum entdeckt habe, soll als Anstoß dienen, unseren Müttern - und wir alle haben eine - den Respekt zu erweisen, der ihnen zusteht. Sie alle haben, trotz vieler Hindernisse und mangelnder Anerkennung, versucht, ihr Bestes zu geben. Sie waren für uns da in schlaflosen Nächten und an fröhlichen Tagen. Sie haben uns Zuflucht in ihrem Bauch gewährt, damit wir dort einen neuen Körper entwickeln konnten. Und wenn sie auch Fehler gemacht haben; versuchen wir zu verstehen, wie schwer die Arbeit und die Rolle einer Mutter heute ist. Wo wären wir OHNE sie?


Frau Mag. Dr. Mutter

Als Emily, die ihren Führerschein erneuern lassen wollte, von der zuständigen Beamtin nach ihrem Beruf gefragt wurde, zögerte sie, unsicher, wie sie sich klassifizieren sollte. "Was ich wissen will", erklärte die Beamtin, "haben Sie einen Job oder sind sie bloß...".

"Natürlich habe ich einen Job", fauchte Emily, "ich bin Mutter."

"Wir führen 'Mutter' nicht als Beruf... 'Hausfrau' schließt das bereits mit ein", antwortete die Beamtin bestimmt.

Ich vergaß ihre ganze Geschichte, bis ich mich eines Tages in der selben Situation fand, diesmal in unserem Rathaus. Die Beamtin war offensichtlich eine Karrierefrau, gelassen, effizient und im Besitz eines hochtrabenden Titels wie "Offizieller Vernehmungsbeamter" oder "Oberster Standesbeamter".

"Was ist Ihr Beruf", wollte sie wissen. Was mich dazu bewog, diese Antwort zu geben, weiß ich nicht. Die Worte platzten einfach aus meinem Mund. "Ich bin Forschungsbeauftragte im Bereich Kinderentwicklung und zwischenmenschliche Beziehungen." Die Beamtin hielt inne, der Kugelschreiber mitten in der Bewegung erstarrt, und sie sah auf, als hätte sie nicht richtig gehört. Ich wiederholte den Titel langsam und betonte dabei die wichtigsten Wörter. Dann starrte ich ungläubig aus großen Augen, als meine Äußerung mit schwarzer, fetter Tinte in den offiziellen Fragebogen geschrieben wurde.

"Darf ich Sie fragen", welche Tätigkeiten Ihr Arbeitsberich umfasst?" Die Beamtin zeigte nun aufkeimendes Interesse.

Gelassen, ohne eine Spur Aufregung in der Stimme, hörte ich mich selbst antworten: "Ich habe ein fortlaufendes Forschungsprogramm (welche Mutter hat das nicht) sowohl im Labor als auch als Feldstudie (üblicherweise würde es drinnen und draußen nennen). Ich arbeite für meinen Magister und habe bereits vier Zeugnisse (alle Töchter). Natürlich, der Job stellt so ziemlich die größten Anforderungen im Bereich menschlicher Tätigkeiten (wird irgendeine Mutter widersprechen?) und ich arbeite oft 14 Stunden täglich (24 Stunden wäre wohl zutreffender). Aber diese Arbeit stellt eine viel größere Herausforderung als die meisten 08/15-Jobs dar, und die Belohnung liegt vor allem auch in persönlicher Erfüllung und nicht bloß im Geld."

Der Ton der Beamtin ließ zunehmenden Respekt erkennen, während sie das Formular fertig stellte, aufstand und mich persönlich zur Tür geleitete. Als ich unsere Garageneinfahrt hochfuhr, wurde ich von meinen Laborassistenten begrüßt - 13, 7 und 3 Jahre alt. Im oberen Stockwerk konnte ich unser neuestes Versuchsmodell (6 Monate) des Kinderentwicklungsprogramms hören, das gerade neue Stimmmuster ausprobierte.

Ich triumphierte. Ich habe einen Sieg über die Bürokratie errungen. Ich bin in die offiziellen Aufzeichnungen als jemand eingegangen, der für die Menschheit unentbehrlicher und spezieller ist als einfach nur "eine weitere Mutter".

Mutterschaft... was für eine glorreiche Karriere. Vor allem, wenn ein Titel an der Tür steht. Werden Großmütter nun zu "Oberforschungsbeauftragten im Bereich Kindererziehung und zwischenmenschliche Beziehungen" und Urgroßmütter "Leitende Oberforschungsbeauftragte im Bereich Kindererziehung und zwischenmenschlichen Beziehungen"? Ich glaube schon!! Und ich denke auch, dass es Tanten zu offiziellen "Forschungsassistenten" macht.


Mütter und Frauen in der
vedischen Literatur

In der vedischen Literatur, vor allem im Srimad Bhagavatam, der Essenz der gesamten Veden, gibt es viele Aufzeichnungen über das Leben und die Taten großer Frauen, denen das duale westliche Frauenbild - zum einen die starke Frau, die in die Männerdomäne eindringt und dort ihren "Mann steht", zum anderen das ausgebeutete Heimchen am Herd - nicht gerecht werden kann.

Die Unterscheidung in weiblich und männlich existiert nur oberflächlich. Schon im zweiten Kapitel des vedischen Klassikers Bhagavad-gita wird erklärt, dass die Seele, das tatsächliche Lebewesen, zwar ewig, der Körper aber zeitweilig ist. So wie man alte und abgetragene Kleider ablegt, um sich neu einzukleiden, so gibt die Seele alt und unbrauchbar gewordene Körper auf, um einen neuen Körper anzunehmen.

Die Seele ist im materiellen Sinne weder männlich noch weiblich. So kann ein Mann im nächsten Leben durchaus den Körper einer Frau erhalten. Dies ist sogar ziemlich häufig der Fall.

Die spirituelle Seele ist androgyn, d.h. sie besitzt ursprünglich sowohl männliche als auch weibliche Eigenschaften. Erst die Entwicklung beider Pole schafft einen ausgeglichenen und vollkommenen Menschen. Dies ist aber nur möglich, wenn der Angehörige des jeweiligen Geschlechts versucht, für die Denkweisen und Emotionen des anderen Geschlechts offen zu sein.

Leider sehen wir heute sehr stark die Tendenz, insbesondere auch von männlicher Seite, sein Glück durch eine extreme einseitige Übersteigerung des eigenen Geschlechtspotentials zu erreichen. Wen wundert es, dass in einer Welt der Konkurrenz, der Macher und der Macht, der Aggression und des analytischen Denkens essentielle weibliche Werte wie Intuition, Emotionalität und Weisheit keine Wertschätzung erhalten. Aber eine einseitig auf dem männlichen Pol aufgebaute Welt ist einem jähen Untergang geweiht.

Beide Pole, männlich und weiblich, können ihr vollkommenes Potential nur entfalten, wenn sie sich gegenseitig befruchten und ergänzen. Ist diese Integration mangelhaft, dann tritt sie im Äußeren als der Wunsch nach (sexueller) Vereinigung mit dem andersgeschlechtlichen Pol zutage. Deshalb wird der andersgeschlechtliche Partner auch oft als die "bessere Hälfte" bezeichnet, den ohne ihn bleibt man einsam und unglücklich.

Aber solange man nicht damit begonnen hat, den geschlechtlichen Gegenpol ins eigene Leben zu integrieren, ist es auch sehr schwer, die Denkweise des Partners zu verstehen. Für eine Frau, die ihren männlichen Anteil leugnet, wird es unmöglich sein, ihren männlichen Partner zu verstehen und umgekehrt.

Die Frauen, deren Leben in den historischen Aufzeichnungen des Srimad Bhagavatam erzählt wird, wie etwa Königin Kunti, Devahuti, Draupadi, Gandhari und viele andere, zeichnen sich dadurch aus, dass sie unsere gängigen Vorstellungen und Gegenvorstellungen bezüglich der Rolle der Frau über den Haufen werfen. Sie transzendieren dieses Frauenbild, indem sie uns ein Leben vorstellen, dass sowohl Entschlossenheit als auch Sanftheit, vollkommene philosophische Logik als auch wunderbare Intuition in sich vereint.

Gerade in unserer Zeit ist es notwendiger als je zuvor, sich scheinbar ausschließende und gegensätzliche Ideen auf einer neuen, übergeordneten Ebene zu einer harmonischen Einheit zusammenzuführen. Das Leben dieser Frauen, wie es im Srimad Bhagavatam so eindrucksvoll geschildert wird, kann uns- ob Frau oder Mann - bei dieser Bemühung zu einer großartigen Quelle der Inspiration und der Kraft werden.


WEIHNACHTSAKTION...

Dieses Wissen hat fünf Jahrtausende unbeschadet überdauert. Es ist heute so brennend aktuell wie eh und je. Im Vertrauen gesagt: Die Welt kann es sich nicht mehr leisten, dieses Wissen zu ignorieren. Es birgt die Lösung für alle Probleme des Lebens, weil es vom Ursprung des Lebens selbst verfasst wurde.

In diesem Sinne wünschen wir Euch, liebe Leser, ein schönes Weihnachtsfest, ein gesegnetes neues Jahr und viele tiefe und erfüllende Einsichten in das Wunder LEBEN. Bis zum nächsten Mal!


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